Münchner Forscher entwickeln menschliches Gesichtsprofil für Roboter

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28.11.2011

Münchner Forscher entwickeln menschliches Gesichtsprofil für Roboter


Roboter sind Maschinen und sehen üblicherweise auch so aus. Doch neuste Entwicklungen am Institut für kognitive Systeme (ICS) der TU München sorgen dafür, dass in Zukunft die Gesichter von Robotern denen des Menschen immer ähnlicher werden. Die technische Lösung sieht vor, dass ein besonders kleiner Beamer das 3D-Bild eines Gesichts von hinten passgenau in eine transparente Kunststoffmaske projiziert, während die Sprache und Mimik durch mehrere Software-Anwendungen gesteuert werden.

Bisher wurden die Gesichter der Roboter entweder von vorne auf den Kopf projiziert und die Mimik mit Gesichtseinzelteilen und Mini-Motoren aufwendig imitiert. Nun hat das Team gleich mehrere Neuheiten in ihrem Projekt realisieren können. Der kleine aber enorm leistungsstarke Beamer ist 12cm hinter dem Gesicht im Kopf des Roboters montiert und somit von außen nicht sichtbar. Das individuelle 3D-Abbild des menschlichen Gesichts wirkt selbst von der Seite seinem humanoiden Ebenbild ähnlich.

Die Miene des Roboters wird passend zu seinen Sprachlauten durch eine Software gesteuert, welche entsprechende Bewegungen aus einem bereitgestellten Speicher abruft. Mögliche Emotionen, wie fröhlich, traurig oder wütend werden in die entsprechende Gesichtsfarbe umgewandelt. Bisher ist er lediglich dazu fähig, auf bereits bekannte Fragen die passende Antwort zu geben. Die Entwicklung von Programmen, mit denen Roboter autonom auf Anweisungen ihrer Nutzer reagieren können, bleibt weltweit ein großes Forschungsthema.

Gerade im Servicebereich ist ein menschliches Profil des Roboters mit der entsprechenden Mimik und Gestik wichtig, um von ihren Nutzern, wie beispielsweise Pflegebedürftigen in Krankenhäusern und Heimen, akzeptiert zu werden. Bevor Roboter dem Menschen jedoch immer ähnlicher werden, könnte diese Entwicklung schon bald das übliche Monitorbild einer Person in Videokonferenzen durch eine echte Nachbildung am Tisch ersetzen.