Inspiration: Gottesanbeterin – sechsbeiniger Roboter soll das All erkunden

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22.06.2012

Inspiration: Gottesanbeterin – sechsbeiniger Roboter soll das All erkunden


Mantis heißt der Gottesanbeterinnen-ähnliche Roboter, der in Zukunft eigenständig Planeten erkunden soll. Die Physiologie des Roboters ist direkt der Natur nachempfunden. Wie bei einer Gottesanbeterin soll das System die zwei vorderen seiner sechs Beine nicht nur zum Laufen, sondern auch zum Greifen von Gegenständen einsetzen können. Mit diesen Greifern wird er in der Lage sein Gegenstände zu manipulieren und eine Infrastruktur auf den Planeten zu errichten.

Von der Fangschrecke inspiriert: Roboter „Mantis“ wird mit seinen Vorderbeinen nicht nur laufen, sondern auch manipulieren können.

Von der Fangschrecke inspiriert: Roboter „Mantis“ wird mit seinen Vorderbeinen nicht nur laufen, sondern auch manipulieren können. Copyright: DFKI GmbH

Eine besondere Herausforderung im All sind die unbekannten und sehr unterschiedlichen Oberflächen, auf denen Mantis seine sechs Beine koordinieren muss. Doch Stolpersteine, Krater und Hügel erfühlt der Roboter mit druckempfindlichen Sensoren, die er in den Sohlen trägt. So kann er Hindernisse erkennen und diese überwinden. Auch soll der Roboter unterschiedliche Gangarten aktivieren können. Diese können etwa auf energiesparendes oder vorsichtiges Fortbewegen ausgelegt sein. Durch eine Kamera im Kopf erstellt Mantis ein 3D-Bild der Umgebung. Die Daten werden per Satellit zur Erde übertragen. Der Mensch gibt dem Roboter Befehl, welches Ziel angesteuert werden soll. Wie der Roboter jedoch zum Ziel kommt, muss er selbst entscheiden. Mantis soll dafür aus seinen Erfahrungen lernen und damit immer zielsicherer handeln können. Nach jeder Aktion bewertet der Roboter sein Verhalten und versucht dieses zu optimieren. So wird seine Verhaltensbibliothek stetig erweitert.

Das Robotics Innovation Center am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) entwickelt in Zusammenarbeit mit der Universität Bremen diesen Insekten -ähnlichen Roboter. Das autonome System ist Teil des DFKI-Programms “Learning Intelligent Motions for Kinematically Complex Legged Robots for Exploration in Space”.