Roboter-Fußball als Trendsport

Direktlink:
Inhalt; Accesskey: 2 | Hauptnavigation; Accesskey: 3 | Servicenavigation; Accesskey: 4

08.05.2012

Roboter-Fußball als Trendsport


Wenn Maschinen und Fußbälle aufeinander treffen, verspricht das ziemlich viel Action – nicht nur für Männer. Um der breiten Masse einen Zugang zum Themenfeld Robotik zu geben, gibt es die regelmäßig ausgetragenen Fußball-Turniere für Roboter, wie zum Beispiel das RoboCup Dutch Open, das im April in Eindhoven stattfand. Bei diesen Turnieren treten Forscherteams mit selbst gebauten und programmierten Robotern in einem speziell dafür konzipierten „Fußballfeld“ gegeneinander an. Es gibt verschieden Ligen je nach Größe der Roboter – die Middle Size League für etwas kleinere Modelle und die Humanoid League für die Großen. Das langfristige Ziel der Roboterbauer ist es, gegen Fußballer aus Fleisch und Blut auf einem echten Rasen zu bestehen, denn bisher ist es noch nicht möglich die Roboter wirklich rennen und kleine Rempeleien ausgleichen zu lassen.

Doch wozu das Ganze?
Auch wenn die RoboCups auf den ersten Blick wie ein spaßiger Zeitvertreib für technikbegeisterte Studenten wirken, treiben die dort erlangten Kenntnisse die komplette Robotik Branche voran. Aus vielerlei Gründen wird Zeit, Geld und wissenschaftliche Arbeit in diesen „Sport“ gesteckt. Einerseits lässt sich die Erfahrung, die man mit den Fußball-Robotern sammelt auch für neue Robotergenerationen in anderen Bereich, zum Beispiel als Service-Roboter im Haushalt, nutzen. Da sich in einem privaten Haushalt – wie auch auf dem Fußballfeld – die Situation ständig verändert, müssen die Roboter anpassungsfähig sein und sich ständig neu orientieren können. Auch die Entwicklung der Vernetzung von Roboter untereinander wird durch den Einsatz im Sport vorangetrieben, denn auf dem Feld müssen die „Spieler“ immer miteinander kommunizieren. Die Roboter sollen nicht in jedem Detail programmiert sein, sondern kognitive Fähigkeiten entwickeln, um das Konzept einer bestimmten Tätigkeit zu „verstehen“ und dann darauf zu reagieren. Um diese Fähigkeiten einem Roboter zu vermitteln, wurde das Programm RoboEarth 2010 ins Leben gerufen, bei dem es um die Entwicklung eines World Wide Web für Roboter geht, über das sie Informationen austauschen und voneinander lernen können. Auch dieses Programm geht auf Erkenntnisse, die durch RoboCups erlangt wurden, zurück.

Weiterführende Informationen

Die RoboCup Weltmeisterschaft 2012 wird vom 18. bis 24. Juni in Mexico City stattfinden.

Weitere Informationen unter: www.robocup2012.org