Weiche Hülle, Harter Kern – Wissenschaftler entwickeln elastische Roboter nach Vorbild von wirbellosen Lebewesen

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02.12.2011

Weiche Hülle, Harter Kern – Wissenschaftler entwickeln elastische Roboter nach Vorbild von wirbellosen Lebewesen


Komplett neue Perspektiven für Anwendungsbereiche autonomer Roboter eröffnen die letzten Entwicklungen in der Konstruktion ihrer "Bewegungsapparate". Wissenschaftler der Harvard University stellten Ende November ein Projekt vor, in dem die bisher starren und schweren Strukturen im Körper der Roboter durch weiches und elastisches Material abgelöst wurden. Den meist sehr ungelenken und langsamen Handlungen der Roboter könnten somit beweglichere und flexiblere Taten folgen.

Die Entwicklungen orientieren sich speziell an wirbellosen Lebewesen in unserer Umwelt. Der Forschungsgruppe gelang es, ein einfaches Modell nach Vorbild von Kalmaren, Seesternen oder Würmern zu konstruieren, das sich auf unterschiedlichste Weise fortbewegen kann. Bewegungen wie kriechen, laufen oder gleiten basieren auf pneumatischen Kanälen innerhalb des Prototyps, die sich durch Druckluft steuern lassen. Die dehnbaren Kanäle sind von einer nicht-dehnbaren Silikon-Schicht umgeben und lassen sich, abhängig vom inneren Druck, krümmen. Somit ist es dem Roboter möglich, sich gezielt in der gewünschten Art und Weise fortzubewegen.

Bisher ist dieses Projekt jedoch lediglich als Machbarkeitsstudie anzusehen. Zahlreiche Anwendungsbereiche sind aufgrund des frühen Stadiums in der Entwicklung noch beschränkt. Gründe hierfür sind einerseits die hohe Empfindlichkeit gegenüber anderen Objekten, andererseits die mangelhaften Verfahren zur Kontrolle solcher Roboter.