Serviceroboter immer beliebter

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21.03.2011

Serviceroboter immer beliebter


Roboter helfen bereits im Gewerbe wie im Haushalt. Laut der VDE-Studie „Mein Freund der Roboter“ befürwortet die Mehrheit der deutschen Bevölkerung diesen Trend. Die Anerkennung der Stahlhelfer zieht sich durch alle Anwendergruppen hindurch: So befürworten 75 Prozent aller befragten Techniker den Einsatz von Servicerobotern, so auch 56 Prozent der Rentner und sogar die Hälfte der Pflegekräfte.

Die Bedeutung der Serviceroboter wird weiter wachsen: Sie werden immer komplexere Tätigkeiten in Haushalt und Pflege aufgrund des demographischen Wandels übernehmen müssen, die die alternde Gesellschaft allein nicht mehr bewältigen kann. Pflege und Mobilität sind die Bereiche, in denen zukünftig innovative Serviceroboter den Menschen unterstützen sollen.
Serciveroboter werden aber auch für gewerbliche Anwendungen insbesondere in den Bereichen Sicherheit, Verteidigung, Rettung, Reinigung und Medizin eine immer größere Rolle spielen und den Technologiestandort Deutschland weiter stärken.

Gegenwärtig stammen zahlreiche Serviceroboter für den Privatbereich aus Asien. Nationen wie Japan und Korea, in denen sowohl die Akzeptanz als auch der technische Entwicklungsstand sehr hoch ist, wollen in der Servicerobotik sogar explizit einen Spitzenplatz einnehmen, um den Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen. Doch auch in Europa und den USA wird intensiv an innovativen Anwendungsszenarien und Lösungen in dem Wachstumsmarkt geforscht. Allein in Europa arbeiten seit 2006 mehr als 130 Institutionen aus Industrie und Wissenschaft im Verbund CARE (Coordination Action for Robotics in Europe) und in der EUROP (European Robotics Technology Pattform) an einem gemeinsamen Zukunftsbild von Robotern in der Gesellschaft. Die europäische Robotik hält laut IRF derzeit weltweit einen Marktanteil von ca. 25 Prozent, den bedeutendsten Teil davon nehmen allerdings Industrieroboter ein.

Deutschland eröffnen sich dank seiner guten Technologieposition im Bereich Automation sowie in der Industrierobotik gute Startpositionen und Perspektiven für den internationalen Innovationswettlauf. Der Sicherung und Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Servicerobotik dienen darüber hinaus mehrere Initiativen wie das Programm „Leitinnovation Servicerobotik“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, das Verbundvorhaben „Deutsche Servicerobotik Initiative“ (DESIRE) sowie die Exzellenzcluster „Cognition for Technical Systems“ (CoTeSys) und „Cognition Interaction Technology“ (CITEC).

Insgesamt betrachtet, so das Fazit der Studie, eröffnet die Servicerobotik großes wirtschaftliches und gesellschaftliches Potenzial, das es für Deutschland nun zu erschließen und auszuschöpfen gilt.  Herausforderungen dabei sind neben der Kommunikation zur Akzeptanzgewinnung auch die Klärung sozioökonomischer, rechtlicher und ethischer Rahmenbedingungen sowie die weitere Kostensenkung bei den Investitionsmaßnahmen.

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