Geruchsinn für Roboter durch Froschzellen

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25.08.2010

Geruchsinn für Roboter durch Froschzellen


Japanische Forscher der Universität Tokio haben aus den Zellen eines Froscheis eine künstliche Nase entwickelt. Die Fähigkeit zu riechen könnte die Beziehung zwischen Menschen und Robotern vertiefen, glauben Wissenschaftler aus Japan.

In ihrem Aufsatz in der US-Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences beschreiben die Wissenschaftler die Idee hinter der künstlichen Nase mit Froschzellen. Ausgangsmaterial sind Eizellen eines Krallenfroschs. In diese Zellen haben sie Erbgut eines Seidenspinners , einer Kohlschabe und einer Fruchtfliege eingesetzt, genauer mit dem Teil der DNA, die für den Geruchssinn der Insekten zuständig ist. So könnten Forscher die Eizellen dazu bringen, die Rezeptoren auszubilden, mit denen die Insekten Geruchsstoffe wahrnehmen. Die so modifizierten lebenden Eizellen kommen in Kapseln, die mit Flüssigkeit gefüllt sind. Diese Kapseln wiederum werden an Elektroden angeschlossen. Treffen Moleküle auf die Rezeptoren, reagieren diese mit einem elektrischen Impuls, den die Elektroden erfassen.

Laut Aussagen der Wissenschaftler sei der entwickelte Sensor sogar in Lage, sehr ähnliche biochemische Moleküle auseinanderhalten. Der Sensor könne in mobile Messgeräte integriert werden, um beispielsweise Schadstoffe in der Luft zu messen. Die Forscher haben die Funktionsfähigkeit ihres Sensors am einem Roboter getestet, den sie mit Hilfe des Sensors steuern: Nimmt dieser Botenstoffe einer Motte wahr, schüttelt er den Kopf.



Weitere Informationen

Zum Aufsatz der japanischen Forscher der Universität Tokio