Neue Mechanismen aus der Natur für Mini-Roboter

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05.08.2010

Neue Mechanismen aus der Natur für Mini-Roboter


An der Ecole Polytechnique Federale (EPFL) in Lausanne arbeiten Forscher an neuen Fortbewegungssystemen für Roboter, die aus der Natur abgeleitet wurden. Die Mechanik dieser Mini-Roboter ist an Flug- und Sprunginsekten orientiert.

Zu den aktuellen Prototypen gehören: ein sieben Gramm leichter Sprungroboter, dessen Bewegung sich von Heuschrecken ableitet, ein Flugobjekt (4,5 Gramm), dessen Flügel sich wie bei einer Fledermaus innerhalb von 50 Mikrosekunden entfallen lassen und ein Mikrogleiter (1,5 Gramm) der durch Sensoren automatisch auf Lichtquellen zufliegt, wie man das sonst nur von Fliegen und anderen Insekten auf Nahrungssuche kennt.

Bei allen drei Systemen geht es vor allem um die Entwicklung bionischer Schwarmroboter, die verschiedene Erkennungssysteme von der Kamera bis zum Schnuppern von Giften tragen können. So können sie etwa in Katastrophengebieten autonom eingesetzt zu werden.

Das jüngste Projekt der EPFL-Forscher ist ein Federsystem, mit dem sich ein Flugroboter an Objekten wie Bäumen, Häusern oder anderen Gegenständen festkrallen kann. Das Modul wiegt nur 4,6 Gramm und lässt sich an nahezu jede Mini-Flugplattform anbringen. Zwei kleine Nadel-Ärmchen fahren dabei automatisch aus, wenn die Spitze des Mechanismus auf eine Oberfläche trifft. Die Befestigung lässt sich auf Kommando auch mit Schwung wieder lösen. Mehr zu diesem Projekt hier.

Das Team um den EPFL-Forscher untersucht außerdem eine Kombination verschiedener Bewegungsmodi. Unter anderem werden in Kooperation mit dem Microflyer-Labor an derHochschule weitere Minigleiter entstehen, deren Prototypen sich autonom in 40 Quadratmeter-Räumen bewegen können und per Bluetooth-Funk Daten an eine Basisstation melden.

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