Intelligentes Holz mit RFID

Direktlink:
Inhalt; Accesskey: 2 | Hauptnavigation; Accesskey: 3 | Servicenavigation; Accesskey: 4

03.08.2010

Intelligentes Holz mit RFID


Im Verbundvorhaben "Intelligentes Holz - RFID in der Rundholzlogistik" sollen RFID-Transponder - sprich Funketiketten - auf Holzbasis künftig die Logistikprozesse in der Forstwirtschaft optimieren. Dabei wird Industrieholz mit geeigneten RFID-Transpondern markiert, um so die Lieferkette vom Einschlag bis zum Sägewerk transparenter zu gestalten, Schwund zu verringern und Zahlungen zeitnäher zu ermöglichen. Gleichzeitig soll ein RFID-basierter Logistik-Standard für den Datenaustausch zwischen Waldbesitzern, Ernte- und Fuhrunternehmen sowie den gewerblichen Endabnehmern etabliert werden.

Hochwertiges Stammholz für Möbel oder Parkett wird häufig schon mit Nummernplättchen oder Funketiketten aus Kunststoff oder Metall gekennzeichnet. Diese sind für Holzabnehmer wie zum Beispiel Zellulosewerke oft inakzeptabel, weil deren Prozess dadurch gestört wird. Die Partner des Projekts "Intelligentes Holz – RFID in der Rundholzlogistik" wollen jedoch eine praktikable Lösung, die sich zum Kennzeichnen aller Holzsorten eignet. Die Forscher verwenden zur Legierung der Tags den pflanzeneigenen Stoff Lignin, die in der Zellwand von verholzten Pflanzen wie Gräsern, Stauden, Sträuchern und Bäumen eingelagert ist.

Um die Kosten gering zu halten, wird auf den Funketiketten nur ein Zahlencode gespeichert. Alle weiteren Informationen sind in den Verwaltungs- und Abrechnungssystemen der einzelnen Akteure hinterlegt. Ausgelesen werden die Tags im Vorbeifahren: Bei der Anlieferung am Werk passiert der LKW samt Ladung ein Reader-Gate. Alle angelieferten Stämme werden noch auf dem Fahrzeug im Pulk erfasst. Pro LKW-Ladung reichen theoretisch ein bis zwei RFID-Transponder, um alles eindeutig zu identifizieren. Stammt das Holz einer Fuhre von mehreren Lieferanten, muss für eine sichere Zuordnung mindestens jeder zwanzigste beziehungsweise jeder dreißigste Stamm gekennzeichnet werden – je nachdem, wie groß die einzelnen Chargen sind.

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen zum Projekt und zum Konsortium: Intelligentes Holz - RFID in der Rundholzlogistik