RoboEarth - Eine Wissensdatenbank für Roboter

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07.07.2010

RoboEarth - Eine Wissensdatenbank für Roboter


Eine Wissensdatenbank für Roboter soll im Rahmen des europäischen Forschungsprojektes "RoboEarth" entstehen, in der Roboter Konzepte über Räume und Handlungen abrufen können, um sich in neuen Umgebungen zurechtzufinden. Außerdem können sie über "RoboEarth" eigene Erkenntnisse hochladen, damit andere Roboter davon lernen können.

Roboter sollen den Menschen schon in wenigen Jahren im Haushalt zur Hand gehen, Pflege- und Serviceautomaten in Krankenhäusern oder Altenheimen aushelfen. Die Realität sieht momentan jedoch noch anders aus: Wird der Roboter in eine neue Umgebung versetzt, muss er diese erfassen und entscheiden, wie er die Aufgabe dort ausführen kann. Trotz ausgeklügelter Algorithmen zur Situations- und Umgebungserkennung erfordert dies oftmals eine Neuprogrammierung.

Das Projekt "RoboEarth" verfolgt dehalb das Ziel, eine Wissensdatenbank für Roboter einzurichten und so die Adaption von Haushalts- und Pflegerobotern zu beschleunigen. In der Datenbank sollen Prozesse erfasst, Umgebungen gespeichert und Abläufe vorgehalten werden, die eines der am Projekt beteiligten Robotersysteme bereits perfekt beherrscht. Andere Roboter können Informationen abrufen, die in der Datenbank über bestimmte Situationen gespeichert sind, und sie anwenden oder ggf. bearbeiten und die verbesserte Prozessbeschreibung ihrerseits in die Datenbank einstellen. Der Datenaustausch erfolgt über das Internet und allgemeingültige Schnittstellen. Die Nutzung der Datenbank soll hardwareunabhängig sein.

Das auf insgesamt vier Jahre (2009-2013) angelegte Projekt wird von der Europäischen Kommission im Rahmen der Forschungsinitiative "Kognitive Systeme und Robotik" innerhalb des siebten Rahmenprogramms gefördert. Koordiniert wird das Projekt von der Technischen Universität im niederländischen Eindhoven. Weitere beteiligte Partner sind TU München, Universität Stuttgart, die eidgenössische Technische Hochschule in Zürich, die Universität im spanischen Saragossa und Philips Applied Technologies.